18. Tag von Bratislava nach Wien
Das war ein herrlich Radeln: in den Donauauen, auf dem Donaudamm und zum Schluß sogar im Prater, aber davon später. Die Sonne war da, ein leichter Wind (von vorne, aber nicht lästig), gut ausgeschilderter Weg, eine schöne Abschiedsstrecke.
Beim Rausradeln aus Bratilava kamen wir auch nochmal am Holocaustmahnmal vorbei. Es steht an der Stelle der ehemaligen Synagoge, die 1991 der neuen Donaubrücke weichen musste.
und ein Stück außerhalb von Bratislava, eine Informationsstätte zum Eisernen Vorhang, eine große Bunkeranlage und Panzersperren.
Mit all dem Grün und den Bäumen kann man sich den Schrecken gar nicht mehr so richtig vorstellen.
In Hainburg- die Burg haben wir übrigens nicht angeschaut, keine Lust auf Höhenmeter- war unser Radweg gesperrt , eine große Baumaschine stand im Weg, Umleitungsschilder. Denen sind wir brav gefolgt und standen dann nach einigen Kilometern an dieser Brücke.
Eine lange lange Brücke, viel Verkehr, der Radweg gut abgetrennt von den Autos und wir auf der Autoseite. Und wir müssen hier über die Donau!
Einfach zufahren (denkt Manne)....schrecklich, niemals (sage ich)
Absatteln und die Fahrräder rüberwuchten (denke ich)....never ever (sagt Manne),
Also fahren wir die ganze Strecke zurück, suchen nach der Stelle, an der wir wieder auf den Radweg geschickt wurden und wo wir über die Bahnlinien kommen (die waren ja auch noch im Weg).
Und nach ca 20 Minuten sind wir wieder da:
jetzt auf der richtigen Spur und wir radeln munter über die bestimmt 2 km lange Donaubrücke!! juhu!
Und bevor ich den Manne jetzt weitermachen lasse, muss ich von meinem heutigen perfekten Badeerlebnis erzählen, -heut geht's vom zeitlichen Ablauf etwas durcheinander, sorry.-
Kurz vor Wien, wir radeln unterhalb des Dammes, sehen also nicht viel, kommt plötzlich ein Schild "FKK ", ich rätsle noch was das wohl in Österreich bedeuten könnte..... dann steigt die Straße an, auf den Damm rauf und da isser der FKK Strand. Lauter Nackerte am Ufer, auf Bänkle, im Wasser, auf der Wiese, auf bunten Badestegen. Und ein kleines Restaurant, wo die Nicht-Bader und Angezogenen bissle runterschauen können.
Ich gleich runter, zum nächsten Badesteg, da liegen schon ein paar tätowierte Frauen (plus ein Mann), und ich frag, ob ich hier ins Wasser darf und wir kommen ein bisschen ins Gespräch. Die sind jeden Tag hier, und auch ganz durchgängig gebräunt, also außer da wo sie tätowiert sind. Das Wasser ist so wundervoll, wenig Strömung, sauber, es ist der Donauausgleichskanal. Herrlich, das beste Bad auf der ganzen Reise und man kann richtig schwimmen!
Also gut, dann noch einmal von vorne.
Bratislava am Morgen. Nach den stürmischen letzten Tage, liegt die Altstadt im hellen Morgenlicht. Die Lieferwagen liefern, die Sonnenschirme werden aufgespannt. Der Preßburger/Bratislave hat es nicht so sehr mit dem früh aufstehen, dementsprechend schwierig war es um 8:30 schon etwas zum Frühstücken zu finden. Nur das "Mondiale" bietet anscheinend so früh schon Frühstück an. Das liegt auf dem Weg. "Klar, gerne Frühstück, kein Problem. Aber Kaffee, sorry, wir wechseln gerade die Kaffeemaschine aus, Kaffee gibt´s gerade keinen.
Schräg gegenüber dieses seltsame Lokal mit dem noch seltsameren Zeichen vor der Tür.
Welcher Teufel soll hier wohl vertrieben werden! Mittags um halb eins!
Ich vermute, dass hier ein Missverständnis vorliegt und halte es für möglich, dass der gefürchtete und doch so oft verkannte
Tse-Tswai Hafünf Oha
hier bereits am Werk ist und dass im nächsten Augenblick die in seinem Gefolge auftretenden kleinen Himmelsgeister das Opfer hinwegführen werden.
Gegen diese These scheint der Zeitpunkt des Geschehens – am hellen Tag, mittags um halb eins – zu sprechen, doch ist ja trotz (oder wegen) der allgemeinen Verunsicherung bekannt:
Das Böse ist immer und überall!












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