Schlussbemerkungen
Jetzt sitze ich hier wieder in meinem Arbeitszimmer, draußen regnet es! Das war eine gute Entscheidung, die diesjährige Reise um einen Tag zu verkürzen.
Heute nur noch einige Schlussbemerkungen.
1. Die Entabrechnung der Rätsel:
Ich hatte versprochen, pro richtig beantworteter Frage eine Mozartkugel oder einen Marillentaler von "Heindl" aus Wien zu spendieren. Marillentaler haben wir mitgebracht, - die sind eh besser als die Mozartkugeln.
Einsamer Gewinner ist Herr S. aus E. Er hat alle Fragen korrekt beantwortet, wenn ich mich nicht verzählt habe, so kann er mit 19 Marillentalern rechnen. Über die Übergabemodalitäten, melde ich mich bei Ihnen!
Doch halt: Eine Frage hat er nicht beantwortet. Franz Xaver Messerschmidt ist in Wiesensteig, im Täle geboren, Euer Blogger nur 19 km entfernt davon in Geislingen a.d.Steige (ich glaube, ich habe irrtümlicherweise von 20 km gesprochen).
2. Platz: C. aus H. nach einem grandiosen Start ist er leider später ausgestiegen. Trotzdem 4 Marillentaler nach H.
3. Platz: M.M. aus E. mit 3 richtigen Lösungen.
3. Platz: W.W. aus G. mit ebenfalls 3 richtigen Lösungen
Und einen Sondermarillentaler für M. aus S. für den "Ehrlichkeitspreis".
Hat mir großen Spaß gemacht, mit Euch über die seltsamsten Rätsel dieser Reise zu sinnieren!
2. Ein wenig Statistik
1629 km sind es geworden.
In 7 Ländern sind wir gefahren.
Lustiger sind die Grenzübertritte:
1. Deutschland - Österreich
2. Österreich- Italien
3. Italien - Österreich
4. Österreich- Slowenien
5. Slowenien- Kroatien
6. Kroatien- Slowenien
7. Slowenien- Ungarn
8. Ungarn- Österreich
9. Österreich- Slowakei
10. Slowakei- Österreich
11. Österreich - Deutschland
Und nicht einmal mussten wir einen Ausweis vorzeigen. Schöner kann man ein geeintes Europa nicht erleben. Nein, jetzt kommt kein Klagelied!
Es war eine Reise mit vielen kulturellen Begegnungen, sicher mit Wien als dem Höhepunkt. Und davon das Schönste war das Ballett an Friederikes Geburtstag und zugleich der gelungene Schlusspunkt unserer gemeinsamen Reise. Es ist einfach schön, mit Dir, Friederike, durch die Welt zu ziehen!!!!
Wiener Staatsballett: "the moon wears a white shirt"
Aber auch Maribor, Varazdin und Bratislava waren sehr spannend.
Und es war eine Reise in meine persönliche kulinarische Vergangenheit. Topfenstrudel, Mohnstrudel, Marillen, Knödel aller Art, Sauerkraut, Gulasch, Beuschel, Kutteln, Schwammerln..... und auch hier Wien, in der "Böhmischen Kuchel" der Glanzpunkt.
Leider ist nach Wien der kulinarische Niedergang eingeläutet worden. Bis Melk war alles ok. Solide, gekonnte, bodenständige Küche, kein Firlefanz, kein Curry an der falschen Stelle.
In Bayern war der "Fachkräftemangel" deutlich zu schmecken. Wenn Du in einem Lokal die "Spaghetti aglio e olio bestellst und du gebeten wirst: "Kenntens net was anderes bestellen", wir haben grad 15 Bestellungen laufen und keine Spaghetti fertig.." Dann wird dir schon anders. Wenn Du dann sagst: "Dann nehme ich halt den Zwiebelrostbraten" und du zur Antwort bekommst. "Das ist ja noch komplizierter, dann nehems halt doch lieber die Spaghetti." - Spätestens dann hätte ich das Lokal verlassen müssen. Habe ich nicht getan - und die Spaghetti waren wirklich schlimm. In Öl ertränkt!!
Wenn Du in einem Steakhouse etwas Englisch gebraten haben möchtest, und es kommt fast durch an deinen Tisch, auch da hätte ich meckern müssen. Aber das arme Vieh darf doch nicht umsonst gestorben sein.
Der kulinarische Tiefpunkt war dann in Regensburg. Schäufele, innen nicht durch.
Ab Ulm wurde es dann leicht besser.
Aber das sind Kleinigkeiten. Insgesamt war es eine wunderschöne Reise! Trotz aller Wetterkapriolen, trotz Hochwasser, nasser Schuhe und Umleitungen.
Eine Reise mit vielen sehr netten, sehr interessanten und sehr liebenswerten Begegnungen.
"Man muss sich doch helfen!"
- Dieser Satz wird noch lange in meinem Alltag nachhallen.
Danke, liebe Leute vor Wallsee für Euren Transport über den Berg.
Euch gehört das Schlusswort.
Ich würde mich sehr freuen, wenn wir nächstes Jahr wieder zusammen auf Reisen gehen könnten.

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