die Karte
Mannomann!!!
Wasn Glück!! Das angekündigte Gewitter, kam mit Macht - und wir sind aber so was von knapp vorher im Hotel angekommen. Das wäre auf der Strecke übel gewesen!
Was nicht heißen soll, dass wir nicht nass geworden wären. 2 x fahren im Nieselregen, 2x fahren "Full Monty" - d.h. das Cape hatte ich zwar schon fast übergeworfen, dann kam es aber doch nicht sooo heftig.
Erstaunlicherweise sind die 77 km unterm Strich eigentlich eher angenehm gewesen. Die erste Hälfte auf Slowenischer Seite etwa bis Ptuj auf jeden Fall. Wirklich tolle Radwege, super ausgeschildert - u n d
Rückenwind und leicht bergab. Da sind die Kilometer nur so gepurzelt. Vor Ptuj dann doch ein Ausflug in die Hangseite.
Ptuj, einst Pettau, ist die älteste Stadt des ehemaligen Herzogtums Steiermark, - in Tourismussprech: "die älteste Stadt Sloweniens". Tatsächlich gab es schon eine Besiedelung in vorrömischer Zeit, hier ging die sogenannte "Bernsteinstraße" lang. Im Jahre 69 n.Chr. wurde Vespasian hier zum Kaiser ausgerufen.
Hätte sich gelohnt hier länger zu verweilen, aber bei den Regenschauern und unses noch ausstehendes Tagespensums haben wir es bei einer Kurzbesichtigung gelassen.
Der Burgberg
Und die Neustadt. 2012 war Ptuj zusammen mit Slovenj Gradec europäische Kulturhauptstadt. Da ist richtig Geld in die Stadt geflossen, - hat sich jedoch gelohnt.
Die Orpheus- Säule
Schön renovierte Fassaden
Nach Ptuj wurde die Strecke etwas ruppiger. Doch davon wird Friederike berichten.
(frie) Es war der Tag der falschen Entscheidungen, zumindest was die Routenplanung anbelangt.
Gestern Abend sagte Manne noch "egal was das Navi morgen sagt, wir fahren erstmal über die Drau und dann auf der rechten Seite". Und wie kam's? Wir sind nach kurzer Zeit doch links gelandet und gleichmal in die Hügel geschickt worden, die auf dieser Flusßseite ganz nah waren. Und nach Ptuj hatten wir einen wunderbaren Radweg, den wollte das Navi ein bisschen abkürzen und wir sind auf einer fiesen Schnellstraße gelandet. Die Slowenen nehmen durchaus Rücksicht, wenn es dafür Platz gibt. Aber wenn sie grad so schön rasen und überholen wollen aber Gegenverkehr kommt, dann wird dazwischen geprescht, als ob wir Figuren in einem Videospiel wären.
Aber diese schöne Burg hätten wir vielleicht auf dem richtigen Radweg gar nicht gesehen:
Und hier die Drau, kurz vor einem Wasserkraftwerk:
Und plötzlich kam die Grenze nach Kroatien
und voller Vertrauen radeln wir weiter. Tja, zuerst wars ein Radstreifen auf der Straße, dann manchmal die Gehsteige in den Dörfern und manchmal einfach garnix. Grenzverkehr, Lastwagen, Nieselregen, Pfützen und dann auch noch Baustellen, bei denen wir die Ampeln ignorieren, weil wir sowieso nicht unbehelligt durchfahren können, die Autos drängeln. Dann eine Baustelle, in der tatsächlich grad geteert wird, dampfender Straßenbelag, eine Walze vor uns, neben uns ein Graben. Ein Wunder geschieht. Die Walze hält an, fährt langsam zurück und aus dem Weg und läßt uns beide durch. Was für ein netter Walzen- Aspahltplattdrücker- fahrer. "Hvala Vam", vielen Dank. Er grinst.
Schließlich geben wir auf, fahren ab in die Pampa, kämpfen uns durch Feldwege, und landen zum Schluß wieder auf unserer Straße. Jetzt hat es Gehsteige, wir sind schon in den Vorstädten von Varazdin.
Aber es gab wundervolle Rosen, sogar Rhododendren, kleine Weinberge und mächtige Holunderbüsche.
Fast 80 km sind wir heute gefahren, und für mich ist jetzt schon Halbzeit, deshalb eine kurze Billanz:
Fünf Grenzen haben wir überschritten, alles EU, wir wunderbar! Wir waren in Österreich, Italien, wieder Österreich, Slowenien und jetzt Kroatien.
In 7 Radeltagen sind wir 464 km gefahren...und überraschend viele Höhenmeter.
Und morgen schauen wir und das Schloß in Vrazdin an.
Die gestrige Marienfrage scheint tatsächlich nicht so leicht zu sein. Hilfe 1. Wir sind daran vorbei kommen, in der Abfahrt.
Hilfe 2. Sie ist im Erzbistum Maribor.
Hilfe 3. Sie sieht so aus
Und jetzt?
Eine geruhsame Nacht allerseits.
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