7. Tag: Von Dravograd nach Maribor

 die Karte

"My maps" zeigt unsere heutige Tour nach Slowenien nicht an. Was immer der Grund ist,  Ihr könnt trotzdem auf der Karte von Kommot schauen, wie wir gefahren sind.



Das war heute - ohne Zweifel - die Königsetappe (wahlweise die Königinnenetappe). Auf all meinen Touren habe ich nur auf der ersten, über die Pyrenäen und auf der 2. im Nationalpark "eisernes Tor" in Rumänien ähnlich viele Höhenmeter abgestrampelt. Das war schon heftig. 
Der Morgen war recht entspannt. Frisch, aber ein sonniger Pfingstsonntag zeichnet sich ab. Beim Frühstück, am Nebentisch 2 österreichische Paare, die die gleiche Strecke vorhaben - allerdings stromunterstützt. Je nach Variante sollen es heute zwischen 70-80 km werden. 80 dürfen es nach meinem Geschmack auf gar keinen Fall werden. Lieber ein paar Kilometer auf einer befahrenen Straße! Hat wunderbar funktioniert. Die Österreicher sind den Schildern nach gefahren und mussten nach einigen Kilometern, oben im Wald ihre E-Bikes über einen Murenabgang tragen, das haben sie uns erzählt, als sie uns erstaunlich spät überholt haben.
Die ersten 20 km sind eine seeehr ordentliche Trainingsetappe für die Bergwertung heute. Nach Radlje geht es ständig rauf und runter. Landschaftlich superschön, aber anstrengend.


Nach der "achten Bergankunft, hier oberhalb von Podvelka, geht es weg von der Drau in die Berge.





 Rechts von uns ein Wildbach, und links und rechts aus den Bergen kommen die Sturzbächer runtergeschossen. Teilweise fühlt man sich geräuschtechnisch wie in einem Wildwasserkanal. Dass die ersten 5 km eine permanente Baustelle waren, mit Ampelregelungen für die Berg- und Talfahrt, hat nicht weiter gestört, wir sind eben so schnell wir konnten hochgeächzt. Nach 4 km bei Janzévski, dachten wir, jetzt hätten wir die Passhöhe erreicht. Mitnichten, von da an ging es erst richtig steil nach oben, weitere 3,5 km. 
Auf der Passhöhe, Mittagspause. Ein junges Paar aus Graz leistet uns Gesellschaft. Sie sehen recht munter aus. Wir vermutlich nicht. Und dann die Jacken wieder an und hinunter. 900m hoch und 1000 runter, sagt der Plan.
Und auf den Tafeln war es gut zu sehen. Es kam noch ein weiterer Anstieg! Der war dann wirklich fies. Aber wir haben es geschafft!! Wir sind in Maribor. Und jetzt Du Friederike.

frie: ja leider gibt es  von dieser Königinnenetappe kaum Fotos, dabei war es echt traumhaft schön. Aber immer wenn ich mir überlegte ein Foto zu machen, also anhalten, absteigen, Handy rausholen und dann wieder aufsteigen und losfahren, bin ich lieber mit dem bisschen Schwung den ich noch hatte weitergeradelt. Ich glaub nochmal anfahren hätte ich an manchen Stellen gar nicht geschafft. Und oben haben wir tatsächlich ein Selfie gemacht, aber, naja, also wir sehen so richtig sch....aus...

Das letzte Stück nach Maribor hat sich gezogen, vor allem weil auch auf der ganzen Strecke den ganzen RadelTag lang kein einziges Kaffee, kein Kiosk, gar nichts war. Wir kamen immer wieder durch kleine Dörfer, durchaus bewohnt, die Gärten gepflegt, aber total ausgestorben. Bei unserer Mittagspause/ Vesper gab es einen Dorfbrunnen mit zwei Wasserhähnen, aus einem kam tatsächlich Trinkwasser. Da ist ein nachbar extra hergekommen um uns darauf hinzuweisen, sehr nett war das, vielen Dank.
Erst kurz vor unserem Ziel gab es dann ein kleines Straßencafé, das aber wirklich nur Getränke verkaufte. Kein Apfelstrudel oder Palatschinken, kein Sandwich, ich hätte alles genommen. Die Bedienung sprach nur slowenisch, und war auch für Gesten und Mimik nicht sehr offen. Aber ein anderer Gast hat für uns übersetzt, "jo ich spreche bissle Österreichisch", und ist hilfreich eingesprungen." Zwei Kaffee und zwei Apfelschorle", uff das hat grad nochmal geklappt. Slowenisch ist wirklich ganz fremd für unsere Ohren, auch beim Lesen versteht man praktisch nichts.Und seit der Grenze ist alles nur noch in slowenisch angeschrieben, in Österreich war es immer zweisprachig die letzten Tage.
Maribor sieht nett aus, für eine Großstadt ruhig und gemütlich und dem Fluß zugewandt, das hat mir gleich gefallen.

So sind wir hineingefahren:


Draupromenade in der Abendsonne:


Und hier haben wir unsere vier E-Biker aus Salzburg wiedergetroffen.
Die sind tatsächlich die Bergetappe nicht gefahren! Haben wohl diskutiert, standen wie wir am Schild und dann  "dös mentale des war dann einfach weg, keine Motivation mehr" , einer wollte den Zug nehmen, aber das ging den anderen doch gegen die E-Biker Ehre. Dann sind sie unten am Fluß die Nationalstrasse gefahren, ging wohl gerade so mit dem Verkehr.
Also lieber aste ich über einen Berg als mich von den Rasern in den graben drängen zu lassen.
Und jetzt noch das Foto von unserem wohlverdienten und super leckeren Abendessen:


Die Auflösung des letzten Rätsels.

Heute hat uns M. R. geschrieben, dass sie die Lösungen auch gefunden hat, aber "nur" gegoogelt und dafür gäbe es wohl keine Mozartkugeln. Liebe M, was glaubst Du wohl, wie die anderen richtigen Lösungen zustande kamen. Natürlich hast Du Dir eine Sonder-Mozartkugel verdient, für die einzig "ehrliche Haut" in meinem Freundes/Bekannten/Verwandtenkreis. 
Das Rätsel von gestern war dann wohl doch nicht so schwer. 
Äsops Fabel vom Löwen und der Ziege endet mit dem Satz "Trau, Schau, wem"
Johannes Strauß der Jüngere hat in seiner Operette "Der Waldmeister", den Walzer 463 eingebaut. Und natürlich unser Blog!
Herr S. aus E. führt das Feld unangefochten an. Auch Ch.H aus H. hat sich keinen Patzer mehr erlaubt. Und die derzeitige Gewinnerin der Herzen ist M. aus S.

Für ein neues Rätsel bin ich heute zu platt. Ich habe aber eine Idee.
Bis Morgen. HabedieEhre!












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