5.Tag: Von Villach nach Seidendorf
In der Nacht ist ein gewaltiges Gewitter herunter gekommen. Schon gestern war die Drau an vielen Stellen absolute Oberkante. Das lässt Schlimmes für unsere heutige Tour ahnen. Und richtig, schon in Villach ist der Drauradweg gesperrt
Die erste Sperrung haben wir akzeptiert, natürlich kann das ganz schön gefährlich werden. Nach einer kleinen Umleitung, ist die nächste Auffahrt auf den Drauradweg auch zu. Doch da sehen wir, einen Radfahrer, der uns entgegenkommt. "Kein Problem, noch ist der Weg nicht überflutet, das sind nur Sicherheitsmaßnahmen." Dann mal zu, die Schranke lässt sich umfahren. Der Radweg ist noch nicht überflutet. Aber im Industriegebiet von Villach ist dann doch Schluss. Diese Umleitung, wegen Bauarbeiten, lässt sich nicht ignorieren.
Alles kein Problem, ein wenig Cross Country hält uns doch nicht auf.
Das Wetter ist noch nicht so richtig stabil. Immer wieder nieselt es, mal machen wir Vesperpause, mal stellen wir uns an Häusern oder Scheunen unter.
Aber langsam klart es auf. Und Kärnten, die Karawanken, die Dörfer zeigen sich von ihrer schönsten Seite.
Doch zum Glück war uns das Wetter am Nachmittag hold. Zum ersten Mal konnte ich die blöden Beinlinge und die Softshell ausziehen - und der Wind war uns gewogen. Ab Feistritz ging es immer der Drau entlang und mit ordentlich Rückenwind.
Doch davon soll Friederike erzählen.
frie
Lange Zeit fuhren wir wunderbar an der Drau entlang, aber dann gab es doch wieder Hindernisse.
Zuerst eine kleine Umleitung wegen drohendem "Wasserschwall"!
Dann ein erhebliches Hinderniss, ein Zufluß zur Drau hatte auch Hochwasser und der Übergang war überschwemmt, kein Durchkommen.
Eine junge Frau, die in einem Häuschen in der Nähe wohnt, oder Urlaub macht, oder putzt...? hat keine Ahnung, also fahren wir zurück Richtung Dorf. Wir stellen uns auf einen Riesenumweg ein. Da hält uns eine sehr alte, fast zahnlose Frau, die an zwei Krücken geht, an und erklärt uns den "Schleich"weg ins Dorf und zur Autobrücke und wie wir wieder zum Radweg kommen. Nein, der Radweg danach ist gut, sagt sie noch. Und sie hat Recht, ein kleiner Schlenker durch ein paar Hinterhöfe, über die Brücke und zurück auf unseren Weg. Vielen lieben Dank gute Frau, das war so nett! Und was lernen wir daraus? Unterschätze nie eine alte Frau!!!
Die 80 km ziehen sich, aber es ist wunderschön:
Blick in Fahrtrichtung
und Blick zurück
Und dann kommt die große Belohnung, unsere Unterkunft in Seidendorf die "Fishery", schöne Zimmer, super Essen , viel Platz für junge Familien und Angler
Ein schöner und anstrengender Radltag geht wunderschön zuende:
So jetz noch einmal ich:
Das Rätsel gestern war wohl etwas zu leicht. Herr S. aus E.ist inzwischen der unangefochtene Spitzenreiter um den Mozartkugeln-Cup. Aber auch Ch.H. aus H. hat schon am Morgen vor dem Frühstück die "Gailtalerin" als richtige Antwort durchgegeben. Und natürlich sind wir das Gailtal von Villach aus schon einmal hochgefahren auf dem Weg nach Venedig.
Mal sehen, machen wir es etwas schwerer:
Heute sind wir um Bergl herum durch wunderschöne Dörfer gefahren. Sehr alte Häuser, mit Balkonen und Blumenkästen. An einem fiel mir eine lange Leiter auf, die an der Wand lehnte.
Wie aus heiterem Himmel, war das alte bayrische, sehr lustige Lied wieder da, in dem ein gewisser Benedikt Hinterdupfer, nachts um 22:30 einem alten bayrischen Brauch nachgeht.
Nun meine heutige Frage: "Wie sah der Mond aus, der das nicht ganz jugendfreie Tun des Herrn Hinterdupfer beobachtet.
Da bin ich jetzt wirklich gespannt, ob die Nuss so schnell geknackt wird.












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