12. Tag: Von Murska Sobota nach Szentgotthárd

 die Karte


Ein wunderschöner Radeltag, sonnig und mit  kühlem Wind und unerwarteten Höhenmetern. Zwischen Murr- und Raabtal liegt ein Höhenzug, da mussten wir so auf 400 m hinauf, teilweise mit einer Steigung von 14% . Aber oben war's dann fantastisch.Ein Blick bis hinüber zur Bergkette im Drautal. Und oben sind wir dann ein längeres Stück auf dem Höhenrücken gefahren, leichtes Auf und Ab und dann ging's hinab nach Ungarn. Ja, wir sind schon wieder ein Land weiter.




Bei 14 % bleibt nichts übrig als schieben, sagt zumindest der Reiseleiter und steigt ab und schiebt. Meine Methode ist anders: ich fahre so lange, im untersten Gang, bis das Fahrrad droht umzukipppen weil es zu langsam ist. Erst dann steige ich ab, Schieben finde ich furchtbar. Und sobald es geht, steige ich wieder auf und ackere im ersten Gang nach oben.

Fazit: am Ende macht es keinen Unterschied, wir kommen beide schwer schaufend oben an. Irgendwann.


Auf dem Höhenrücken fahren wir durch große Waldstücke und es hat auch einige schöne große Weingüter, die zur Weinprobe einladen. Wäre sicher sehr lecker!

Und dann die grüne Grenze nach Ungarn:


Es ist fantastisch so über die Grenzen zu fahren. man hat ja noch nicht vergessen, wie die Welt vor einigen Jahren (bzw.Jahrzehnten, aber was bedeutet das schon) war. Es berührt mich immer wieder und immer noch, wenn ich in diesen Dreiländerecken herumradle: heute Slowenien, Ungarn, Österreich,  bei unserer Oder/Neiße-Reise war es Polen, Tschechien, Deutschland und auch die deutsch-deutschen Grenzregionen. Es macht froh zu sehen, was sich entwickelt hat und was möglich ist. Und das dürfen wir nicht mehr verlieren, im Gegenteil, so geht es vorwärts.

So, aber jetzt geb ich weiter an Manne, der von unserem heutigen Highlight berichten wird:

Das hätte ich auch geschrieben, wenn ich heute zuerst dran gewesen wäre. Was gibt es noch zu erzählen vom heutigen Tag? Nicht viel.

 Wir sind in Szentgotthard einem alten Badeort mit einer modernen Therme, Spa, Sauna etc. UND das war natürlich das Highlight.

Die Privatunterkunft ist sehr angenehm. Zur Begrüßung gibt es ein Stück Kirschkuchen. Dann geht es in die "Suppe" sehr angenehm, nach der heutigen Bergetappe. 

Zur Ergänzung: Bei 14 % steige ich vor allem dann ab, wenn es einfach direkt nach oben geht. Das hatten wir auf dieser Tour häufiger, dass die segensreiche Erfindung der Serpentine nicht in alle Regionen Sloweniens , Kroatiens oder Ungarns Einzug gefunden hat. Wenn hoch, dann die Diretissima.

Zum Glück waren diese extremen Anstiege nicht allzu lang.

Die Therme war der pure Genuss. Nach der Sauna in die Sonne. Am blauen Himmel große weiße Wolken.....

Und dann anschließend, noch ein Kurzkulturprogramm. die Klosterkirche ist ein Hingucker.


Im Inneren auch. Das Deckenfresko von Stephan Dorfmeister, das den Sieg der alliierten Truppen gegen das osmanische Heer am von 1664 darstellt, ist wirklich sehenswert.

Am besten hat mir das wunderschön angezogene Skelett vom Hl. Vince hat mich besonders beeindruckt.


Ein kompletter Heiliger- an einem Ort!! Das ist nicht so häufig. Aber leider habe ich nicht so viel über diesen Heiligen herausgefunden. Der Hl. Vincenz von Valencia, Der Schutzpatron, Portugals der Holzfäller, Seeleute, Dachdecker und Töpfer, des Federviehs und der Kaffeehäuser, außerdem als Beistand bei Körperschwäche und als Helfer zur Wiedererlangung gestohlener Sachens, wird es wohl kaum sein, wie sollte der in eine schummrige Ecke vom Kloster in Szentgotthard gelangt sein.

An der "Hauptstraße" in der Abendsonne, dann ein weiteres Highlight Österreich-Ungarischer Küche.
Kalbsleber mit Kartoffelbrei und Gurkensalat mit Saurer Sahne. Nach den sauren Kutteln mit Bratkartoffeln gestern in Murska Sobota dache ich, das ließe sich nicht mehr toppen! Mal sehen was uns Sombathely Morgen zu bieten hat.


I C H habe heute nicht mehr viel zu bieten, so weichgespült und kartoffelbreiwohligsatt haue ich mich jetzt aufs Ohr.
Eine geruhsame Nacht, bis Morgen.










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