11.Tag: Von Varaždin nach Murska Sobota
Wir sind wieder in Slowenien. Murska Sobota liegt im Murtal am Rande des Krajinski park Goriča. einem Höhenrücken, an der Grenze zu Ungarn.
50 abwechslungsreiche Kilometer. Zuerst über die Drau. Tschüss, Drau.
Dann zurück Richtung Ptuj. Und dann wieder mal in die Berge. Wir müssen hinüber zum Mur-Tal. Es geht ordentlich hoch. Die Landschaft ist beeindruckend. Wir fühlen uns wie in der Toskana. Von einem Hügel, sieht man den nächsten. Wohl wissend, dass wir runter und wieder hoch müssen, können wir die Landschaft einfach genießen.
Von Zelena Gora geht es dann zügig nach unten, Richtung Mura.
Und wieder rein nach Slowenien. Und gleich sind die Radwege wieder besser, was sicher daran liegt, dass Slowenien einige Jahre früher in der EU waren.
Aber jetzt ist Friederike dran!
frie): ich muss zuerst mal was über die Hunde hier loswerden.
Also abends, auf den Promenaden gehen die Leute- egal ob Slowenien oder Kroation- gerne mit ihren Hündchen spazieren, das sind keine und superkleine Kläfferchen, die am Halsband hochgezogen werden, wenn sie nerven, die im Café auf dem Schoß sitzen und wichtigtuerisch schauen.
Und dann gibt es die richtigen Hunde, die die Häuser bewachen, die am Zaun entlang sprinten, wenn ein Fahrradfahrer vorbeifährt, die knurren und wüst bellen. Manchmal auch irgendwo in einem Haus und dann hallt es bis auf die Straße. Mir stellen sich die Haare auf den Armen auf, wenn ich an so einem Anwesen vorbeifahren muss. Eigentlich sind diese Viecher immer hinter einem Zaun, aber.... vielleicht gibts doch irgendwo eine Lücke? Vor ein paar Tagen war der Hund plötzlich nicht mehr hinter dem Zaun sondern hinter dem Manne her, wütend und bellend, hat versucht in die Radtasche zu beißen, der Manne ist stur weitergefahren und der Köter hat schließlich abgelassen. Und ich- war ja hinter dem Manne- dachte jetzt bin ich dran, oj nein! Aber nein, er ist einfach nach Hause zurückgetrottet. Zufrieden, Feind vertrieben!
Und heute, auf dem einsamen Stück vor der Grenze, radel ich voraus, komm an einem großen eingezäunten Grundstück mit ein paar Schafen vorbei, schau die Schäfle an und plötzlich wirft sich ein riesengroßer Hütehund gegen den Zaun, der hat wohl zwischen den Schafen gelagert, auf jeden Fall hab ich ihn nicht gesehen. Der war so groß, der hätte auch über den Zaun springen können. Ich bin fast vom Rad gefallen, bin auf die andere Straßenseite, aber der hat weiter gewütet und getobt, bis ich weit am Grundstück vorbei war.
Bei den Weinbergen und dem Toskanablick hab ich mich allmählich wieder etwas beruhigt:
Wir fahren jetzt die Mura (Mur) entlang, bzw.im Murtal und auch die ist ein veritabler Fluß und hat einiges auf ihrem Weg überschwemmt. Sie kommt auch durch Graz und fließt in Kroatien in die Drau.
zusammen mit der Donau wird diese Region auch als das "Amazonasgebiet von Europa" bezeichnet und entsprechend touristisch beworben.
Auch mein heutiger Badesee kurz vor Murska Sobota ist ein Ergebnis von gemeinsamer Vermarktung und gut angelegten EU Geldern:
Ein ehemaliger Baggersee, mit Freizeitgelände, Umkleidekabinen, gastronomie und Erlebnisparcours für Schulklassen.
Expano:
Das Wasser war super, so richtig zum Schwimmen. Und so soll's jetzt weitergehen, die Thermalbäder sind schon ganz nah!
Und zum Schluss noch Neues aus der Rätselecke.
M.M. in D. , äußerste den Verdacht, die Hand mit dem Kreuz sei "photogeshopt", das könne doch nicht wirklich so in einer Kirche sein. Nix geshopt!! Genau so, war die Kanzel. Herr S. aus E. hat eine sehr glaubhafte Erklärung geschrieben:
" Dieses zu Besinnung und zur Erkenntnis des eigenen Unvermögens geschaffene Bild ist beispielhaft:
Ergreifende Darstellung des Menschen in existenzieller Not.
Die Kreatur in höchster Bedrängnis darniederliegend, rufend: "Vade retro, Satana!"
Beeindruckend in prunkvollem Ambiente die Reduzierung größter Pein auf eine einzige markante Geste.
So muss Fotografie!"
Und dann war da noch die Frage nach den 2 Herren offen. Auch da hat Herr S. aus E. vortrefflich recherchiert. Nur dass er sich nicht sicher war, dass die Tübinger Weingärtner tatsächlich Gôgen sind, und deren derbe "Gôgenwitze" legendär:
Eine Kalebstraube bildete den Mittelpunkt der Umzüge der Tübinger Weingärtner. Die Umzüge wurden in Tübingen zu Ehren des heiligen Urban bis Ende des 19. Jahrhunderts jeweils im Herbst durchgeführt. Dabei erschienen die Weingärtner in ihrer Tracht, gekennzeichnet durch eine rote Weste mit silberglänzenden Knöpfen. Die Kalebstraube wurde jeweils am Ende des Umzugs verlost. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gewann sie einer dreimal hintereinander. Daraufhin bekam er den Beinamen Kaleb. Dieser Brauch wurde seit 1936 wieder aufgenommen und ist auch heute noch gelegentlich bei Umzügen und Stadtfesten zu sehen.
So und zum Schluss noch eine Frage, die die Experten in Museum zu Murska Sobota auch nicht beantworten konnten. Wer kennt die beiden Heiligen Zwillingen:
"Komm mit nach Varaždin, solange noch die Rosen blühn....
https://youtu.be/AZhu-_YnhmY?si=5NARUTALh7GiLPOh








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